Existenzgründungen durch Anschubfinanzierung

Einige unserer Patenschaften konnten durch Anschubfinanzierungen ein eigenes Business starten und haben somit ein kleines zusätzliches Einkommen.

Bei der Vermittlung unserer Patenschaften konzentrieren wir uns auf obdachlose, alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in absoluten Notsituationen. Die monatlichen Zuwendungen der Paten sichern Obdach, Nahrung, den Schulbesuch und die medizinische Versorgung, sind in den Lebenssituationen der Menschen absolut erforderlich, führen aber nicht nachhaltig in die Unabhängigkeit der Menschen.


Mit einem kleinen eigenen Business haben die Mütter die Möglichkeit, sich etwas zur monatlichen Unterstützung dazuzuverdienen und auch wieder eine Aufgabe. Wenn das Geschäft gut läuft kann es sogar der Weg in die Unabhängigkeit sein, wobei selbst ein kleines Geschäft in Lalibela oft nicht zum Überleben reicht. Die Möglichkeiten sind gering, die Aussichten auf ein wirkliches Einkommen nicht gut, aber die Menschen nutzen jede ihnen gegebene Chance.


Existenzgründungen unter unseren Patenschaften

Mini-Shop im Viertel für Abebech und ihre Kinder

Pate Joshua hatte 150 Euro gespendet, damit Abebech einen Mini-Shop eröffnen kann, Abebech hat sich einen kleine Verkaufsfläche angemietet und Waren eingekauft. Seit März 2025 verkauft Abebech nun mit ihrer Tochter Danawiet im Laden Dinge des täglichen Bedarfs und das Geschäft hat sich mittlerweile im Wohnviertel etabliert. 



Gewürzstand für Aster und ihre Kinder

Patin Josephine hatte in ihrem Freundeskreis 500 Euro gesammelt, um Aster ihren Wunsch nach einem Gewürzstand zu ermöglichen. Aster hat die Gewürze bei einem Großhändler eingekauft und bietet diese seit Januar 2026 an der Straße in ihrem Viertel und auf dem großen Samstagsmarkt an. Ihre kleine Tochter Betelehem hilft immer fleißig.



Tiruye - Gemüse, dann Schuhverkauf 

Im Februar 2026 hat Jill aus den USA 300 Dollar als Startkapital für ein kleines Geschäft an Tiruye gespendet und Tiruye hat begonnen, Gemüse an der Straße und auf dem Markt zu verkaufen. Da das Geschäft sehr schwierig war und Tiruye ihre Waren oft nicht verkaufen konnte, bietet sie mittlerweile Schuhe an der Straße an und ist sehr zufrieden. Der Warenwert ist bereits größer als die Startfinanzierung. 



Gewürzstand für Gidey und ihre Kinder

Pate Lars hatte im März 2026 für Gideys Gewürz-Verkaufswunsch 340 Euro gespendet und wir haben Gidey beim Einkauf geholfen. Nun verkauft Gidey gemeinsam mit ihrer großen Tochter Bernesh ihre Gewürze an der Straße vorm Haus und auf dem Samstagsmarkt. Bernesh ist eine sehr gute Geschäftsfrau und überwacht ihre Mutter, die zu gutmütig ist und oft etwas mehr an ihre Kundschaft gibt.



Derbai verkauft ihr selbstgebrautes Bier 

Patin Mandy Müller hat mit ihrer 150 Euro Starthilfe ermöglicht, dass Derbai sich alles Notwendige zum Bier brauen anschaffen konnte und Derbai verkauft nun schon seit November 2019 ihr eigenes Bier vorm Haus an die Nachbarschaft. Für die alleinlebende Derbai bedeutet der Zuverdienst viel und sie ist glücklich mit ihrer kleinen Gastwirtschaft und über den täglichen Kontakt zu ihren Nachbarn.



Tiruka und Hebist verkaufen Gewürze

Die Paten Johanna & Judah hatten mit einer Extra-Spende im Juli 2018 einen Gewürzverkaufsstand für Tiruka ermöglicht und Tiruka hat viele Jahre lang ihre Gewürze auf dem Samstagsmarkt angeboten. Mittlerweile ist Tiruka zu alt und musste ihr kleines Geschäft einstellen. Über viele Jahre hat ihr das zusätzliche Einkommen sehr geholfen, Tiruka war froh über ihre Aufgabe und gerne mit ihren Gewürzen auf dem Samstagsmarkt.



Geza, unser Mitarbeiter in Lalibela, hat auch Ökonomie studiert und begleitet all unsere Geschäftsfrauen. Vor Beginn gibt er konkrete Anweisungen, was zu beachten ist, hilft beim Wareneinkauf und steht jederzeit für Fragen und Problemlösungen zur Verfügung.


Nach der Eröffnung unseres Waisenhauses & Charity Centers im Februar 2027 werden wir regelmäßige Treffen unserer Geschäftsfrauen organisieren und Schulungen zu Geschäftsführung, Buchführung und Controlling durchführen. Der Erfahrungsaustausch, die gegenseitige Hilfe untereinander und die Gemeinschaft der Frauen sollen gefördert werden und im besten Fall bildet sich eine Selbsthilfegruppe, die weitere Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt und begleitet.